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Hallo,
ich surfe seit einiger Zeit so durch das Netz und schaue mir Erfahrungsberichte etc. von derzeitigen oder ehemaligen ATS an. Meine Tochter ist z.Zt. ATS in den USA. Sie und offensichtlich auch Andere haben ja heftige Probleme während ihres Jahres. In unserem Fall ist die Organisation zur Hilfe bei diesen Problemen eher kontraproduktiv und verhält sich mehr als mangelhaft. Die Versprechungen, bei Problemen zu helfen, haben sich als völlig luftleer heraus gestellt. Vor einer Woche haben wir eine Anwältin eingeschaltet, um evtl. die Einhaltung des Vertrages einzuklagen. Mich interessiert, ob andere Eltern ebenfalls diesen Weg gegangen sind. Es geht hier meiner Ansicht nach u.a. um simpelste Menschenrechte, die den Jugendlichen willkürlich entzogen werden. Bitte teilen Sie/Ihr mir Ihre/Eure Erfahrungen mit.
Christiane
Ich bin Mutter von 4 Kindern und mache nun schon das zweite Mal negative Erfahrungen mit dem Schüleraustausch. Unser Sohn war 2003 mit GLS Berlin in Japan- es war eine einzige Katastrophe. Er wurde völlig unzureichend auf die Kultur vorbereitet, er hatte keinen Betreuer vor Ort, die Gastfamilie hat ihn nach einem Monat vor die Tür gesetzt. (Die Gründe kennen wir bis heute nicht) Er war dann zwar bei einem Mitarbeiter der Organisation untergebracht, aber der wohnte 200 km entfernt, so dass er nicht mehr zur Schule gehen konnte. Wir haben dann nach 3 Monaten Horror und diversem Schriftverkehr den Vertrag gekündigt und ihn nach Hause geholt. GLS war nicht bereit, auch nur 1 Cent zu erstatten, so dass wir einen Prozeß vor dem Landgericht Berlin führen mußten: Ergebnis: Wir haben fast den gesamten Reisepreis einschließlich Flugkosten zurück erhalten. Die Richterin war entsetzt, wie verantwortungslos hier mit einem Minderjährigen umgegangen wurde. Danach sollte man meinen, waren wir geheilt. Leider haben wir einen 2. Versuch gemacht, da unsere Tochter unbedingt nach Spanien wollte. Spanien - was soll da schon passieren? Weit gefehlt. Derzeit stehen wir wieder kurz vor einer Vertragskündigung. Von der Organisation - opendoor international Köln- hatten wir zunächst einen sehr guten Eindruck und die Mitarbeiter bemühen sich wirklich. Aber bei der Partnerorganisation vor Ort ist der Wurm drin. Unsere Tochter kamnach Valencia (wir haben extra mehr bezahlt für eine Regionwahl) Die Familie machte zunächst einen sehr netten Eindruck und sie fühlte sich dort auch wohl. Dann hat sich aber der Gastvater in unsere Tochter verguckt. Es gab zwar keine sexuellen Übergriffe, aber er fing an, ihr seine Eheprobleme zu erzählen und machte ihr ständig Komplimente. Die Situation eskalierte in einem heftigen Ehestreit, am Ende ging die 23jährige! Gastschwester prügelnd auf unsere Tochter los, weil sie meinte, die sei an allem schuld. Unsere Tochter wurde dann eine Zeitlang bei einer Betreuerin untergebracht (hier wurde eigentlich sehr schnell reagiert) und kam dann zu einer neuen Familie. Leider sagte ihr keiner, dass dies nur vorübergehend sei. Bei der neuen Familie war sie richtig glücklich, so dass wir dachten, o.k. jetzt wird alles gut. Aber diese Familie hatte sich nur als "Notaufnahme" zur Verfügung gestellt, die hatten eigentlich nie vor, eine Gastschülerin für längere Zeit aufzunehmen. Aber die Organisation meinte wahrscheinlich, das aussitzen zu können. Irgendwann fühlte sich die Familie mißbraucht und erklärte unserer Tochter die Situation. Was das für eine 16jährige bedeutet, kann man sich wohl vorstellen. Wir haben dann sehr massiv darauf gedrungen, das nun eine dauerhafte Lösung gefunden wird. Vor einer Woche kam dann das nächste Problem. Unsere Tochter bekam Zahnschmerzen. Die zwangsverpflichtete Gastmutter ging mit ihr zum Zahnarzt, es stellte sich heraus, dass eine komplizierte Wurzelbehandlung nötig ist. Die Betreuerin kümmerte sich weder um den Kostenvoranschlag, noch um die Einverständniserklärung der Eltern, die der Zahnarzt haben wollte. Eigentlich wurde alles auf die Familie abgewälzt. Wir haben von hier aus versucht, telefonisch alles zu regeln- mittlerweile haben wir horrende Telefonkosten, hinzu kommt die Sprachbarriere. Nun soll die Behandlung erst in einer Woche beginnen - bis dahin ist unsere Tochter mit Schmerzmitteln zugedröhnt! In dieser Situation wird ihr nun von der Betreuerin eröffnet, dass sie in 2! Tagen zu einer neuen Familie umzieht. Wer sich dann um die Zahnarztbehandlung kümmert, ist offenbar Nebensache. Hauptsache sie ist irgendwo unter! Wir haben nun eine offizielle Mängelanzeige schriftlich verfaßt und Abhilfe verlangt. Mal sehn was passiert. Wenn das Problem nicht zu unserer Zufriedenheit gelöst wird, werden wir wohl wieder kündigen und wohl auch klagen müssen. Mittlerweile haben wir darin ja Übung.
Fazit: Wir können eigentlich nur allen Eltern raten, sich ganz klar darüber zu sein, dass ein Auslandsaufenthalt nichts anderes als Glücksspiel ist. Die Organisationen sind Wirtschaftsunternehmen, die in erster Linie gewinnorientiert arbeiten - die einen mehr, die anderen weniger. Es geht darum Reisen zu verkaufen. Alles steht und fällt mit der Gastfamilie vor Ort. Hat das Kind mit dieser Familie Glück, dann ist der Auslandsaufenthalt eine rundum tolle Sache und einzigartige Erfahrung. Klappt es nicht (die Chancen stehen 50:50) haben die Organisationen vor Ort keinerlei Plan B. Dann geht es nur noch darum, den Vertrag zu retten und den Schüler irgendwie wohnraummäßig zu versorgen. Und dann kann es zu einem fliegenden Wechsel kommen, wie bei uns - der 3. Wechsel in 4 Monaten! Unsere Tochter hat noch insofern Glück, dass sie sich in ihrer Schule sehr wohl fühlt und viele Freunde hat. Aber dass nicht mal die notwendige medizinische Versorgung sichergestellt wird, hätten wir nicht für möglich gehalten. Also, überlegen Sie gut, wem Sie Ihr Kind anvertrauen. Es kann gut gehen, aber es kann auch so ziemlich alles schief gehen. Die bunten Prospekte verraten davon nichts! Wenn Sie sich dennoch dafür entscheiden, hinterfragen Sie sehr detailliert und sehr kritisch das Krisenmanagement. Wenn Sie da keine zufriedenstellende Antwort erhalten: Finger weg!
Guten Tag,
auch wir haben massive Probleme mit unserer Organisation und wir überlegen uns anwaltlich dagegen vorgehen zugehen. Kann mir jemand einen Anwalt empfehlen der sich damit auskennt?
Vielen Dank!
Kannst du dich noch an die Organisationen der Leute errinern?
Liebe grüße..
ich denke es kommt darauf an, welche Organistation man sich aussucht.
Wir sind durch eine Freundin meiner Miutter auf Kulturlife gestoßen und im Moment bin ich wirklich zufrieden.
Die Vorbereitung war wirklich gut, und jedes Land ht einen 'Ansprechpartner', welche die Leute mitunter auch vor der Abreise noch anrufen und fragen, wie es geht, ob alles okay ist etc.
Hier in Japan ist die Partnerorganisation der 'hippo family club', ein Club in dem die Mitglieder ein unglaubliches Interesse an anderen Ländern, sprachen und Kulturen haben.
In meiner Familie hat jedes Mitglied shcon mindestens einen Homestay hinter sich, hier sind regelmäßig Austausschüler, für ein zwei Wochen(ich bin die erste die ein Jahr bleibt).
Der ganze Club (der Teil in dem meine Fam. ist) hat mcih super herzlich aufgenommen, sie wollen alle immer wieder Deutsch reden mit mir, oder zumindest mich deutsch sprechen hören.
Außerdem ruft immer mal wieder einer von der Organisation an udn fragt ob ales okay ist, alle drei Monate treffen die Schüler sich hier.
Ich habe keinerlei Probleme, was aber auch daran liegt, dass ich mit meiner Familie und Schule mehr als nur zufrieden bin und auf keinen Fall wechseln will.
Bei einer Freundin die wechseln will ist es allerdings im Moment etwas schwer...
Also glaube ich es kommt drauf an, wie sich alles ergibt.
Auf Organisation, aber auch auf Familie udn Schüler...
jaich bin gerade in amerika und ich hatte auch sehr sehr viele probleme.. meine organisation hat mich zu einer frau geschickt die 80 jahre alt ist..... naja.. ich mcih dannselber drum gekuemmert und gott sei dank hat es dannn noch ein happy end gegeben nach 2 moanten heulen.,... aber ncihts kann perfekt laifen.. ist shcon eine riskante sache....
Auch wir haben nun einen Rechtsanwalt dazu gezogen - das Verhalten der Austauschorganisation gegenüberunserem Kind ist völlig unmöglich- es werden nur die Interessen der Gastfamilie gewahrt und die Interessen des Kindes bleiben dabei auf der Strecke. Unser Sohn ist auch in den USA - Gerechtigkeit scheint dort ein Fremdwort zu sein. Ich überlege mir mit unserer Geschichte an die Presse zu gehen - schon um anderen Eltern die Augen zu öffnen wie es eben auch gehen kann. Damit rechnet niemand der sein Kind einer Organisation anvertraut. Haben Sie damit schon Erfahrungen?
Wir hatten letztes Jahr auch heftige Probleme mit der Organisation, haben überlegt ob wir klagen. Unser Sohn ist jetzt wieder zu Hause (hat unter widrigen Umständen durchgehalten) Da der Gerichtsstand USA ist hat man sicherlich kaum Chancen bei einem Prozess. Hatte einen Artikel vom Spiegel gefunden, in dem auch eine Anwältin zu Wort kam, die sich äußerte, dass die Chancen auf Erfolg nicht gut sind. Wir haben eher überlegt, ob man an die Öffentlichkeit gehen sollte -das aber erst nachdem unser Sohn wieder hier ist, um ihn nicht zu gefährden! Welche Organisation haben Sie/habt ihr gewählt?
M.S.
ich war letztes Jahr mit STS in Norwegen und niemand hat sich dort um mich gekümmert. Ich war auf einer Schaffarm untergebracht, die 60 km von der Schule und meinen Freunden entfernt war. Meine Gastfamilie hat sich überhaupt nicht gekümmert, mich nirgendwo hingebracht, ich musste morgens alleine durch die Dunkelheit um 6.15 eine viertel Stunde lang zum Bus laufen, ich war ständig alleine zu Hause, konnte mich nicht mit Freunden treffen und meine Gastfamilie hat mich überhaupt nicht in ihre Gespräche mit einbezogen. Sie haben es nicht einmal gemerkt, als ich mit 40 ° Fieber den ganzen Tag im Bett lag. Sie dachten, ich seie in der Schule. Nach der Schule und an den Wochenenden war ich oft alleine zu Hause in einem "ort" mit einer Bevölkerungsdichte von 1 Menschen pro km² mindestens 60 km von meinen Freundinnen entfernt, die, wie die Kinder meiner Gastfamilie auch an der Schule wohnten, weil der Weg für sie zu weit ist.
Ich habe zuerst immer gedacht, ich müsste mich daran gewöhnen und Anfangsschwierigkeiten seinen ganz normal. Irgendwann hat meine Norwegischlehrerin mich dann angesprochen, ob es mir nicht gut gehen würde und mir dazu geraten die Familie zu wechseln oder wenigstens einmal mit einem Betreuer von STS zu sprechen. Nachdem sie 3 mal in Oslo angerufen hatte, um die Nummer meiner Kontaktperson zu erfahren (die sich auch nach 2 Monaten noch kein Mal bei mir gemeldet hatte) hat diese Frau mir geraten bei Heimweh doch einfach ein bisschen mit den Schafen zu kuschenl, ein Wechsel käme gar nicht in Frage.
Meine Eltern haben dann von Deutschland aus Druck gemacht, meine Norwegischlehrerin von norwegischer Seite und ich auch. Ergebnis waren mehrere unverschämte Mails, in denen ich beschuldigt wurde mich nicht zu integrieren und anscheinend wäre ich doch nicht in der Lage für ein ATJ etc. Es hat 3 Wochen gedauert, bis ein Gespräch mit der Gastfamilie, meinem Betreuer und mir zu Stande kam. In dieser Zeit wurde ich von meiner Familie massiv verbal angegriffen und zugepredigt, wie schlecht ich doch wäre und dass sie ja nichts ändern könnten. Ich war inzwischen so weit, dass meine Eltern Rückflüge für mich herausgesucht hatten, wenn bei dem Gespräch nichts heraus kommen würde. Meine Gasteltern wollten in keinster Weise dazu beitragen meine Situation zu verbessern, STS hatte keine neue Familie für mich und hat nur zu meiner Gastfamilie gehalten. Zu meiner großen Glück hatte meine Norwegischlehrerin eine neue Gastfamilie für mich organisiert, sodass ich ausziehen konnte. Bis diese Gastfamilie offiziell von STS bestätigt wurde etc. bot sie mir an, dass ich bei ihr wohnen konnte und vereinbarte dies auch mit STS und meiner Gastfamilie. Einen Tag nach meinem Auszug bekam ich dann eine erneute unverschämte e-Mail von STS, dass ich einfach meine Koffer gepackt hätte und diese mit in die Schule gebracht hätte, ohne irgendjemanden davon in Kenntnis zu setzten. Meine Norwegischlehrerin hätte sich dann dazu genötigt gesehen mich aufzunehmen, was in keinsterweise den tatsächlichen Tatsachen entsprach.
Mit meiner neuen Gastfamilie (die ich auch schon vorher kannte) hat es dann super geklappt und mir ist der Abschied von Norwegen richtig schwer gefallen und ich vermisse meine Familie und Freunde dort.
Solange alles Gut geht, ist man nicht auf die Organisation angewiesen, aber wenn es Problem gibt ist man aufgeschmissen. Weder der Jugendliche im Gastland kann etwas ausrichten, sondern läuft gegen verschlossenen Türen mit seinen Problemen und die Eltern in Deutschland können erst recht nichts machen.
Hallo,
werkann uns einen guten Anwalt empfehlen, der sich mit solchen Dingen, wie Autounfall in den USA, wobei unser Sohn Beifahrer war und der Gastbruder durch überhöhte Geschwindigkeit einen Unfall mit Totalschaden verursacht hat?
LG C
TASTE würden wir niemals weiterempfehlen. Zum Glück hat unsere Kind noch rechtzeitig zu erkennen gegegeben, dass er es sich gar nicht zutraut, für so lange weg zu gehen - es macht einen Austausch eben später-so dass wir noch die Reißleine ziehen konnten. Den Stress, den TASTE deshalb gemacht und die Forderungen, die TASTE gestellt hat, spotten jeder Beschreibung. Einer Orga, die genaugenommen ungeeignete Jugendliche in ihr Programm aufnimmt, würde ich nie mehr vertauen und deshalb nicht empfehlen.